Von der Mitgliederversammlung der Allianz Bewegung, Sport und Gesundheit vom 2. März 2026
Die Allianz Bewegung, Sport und Gesundheit wählt neue Präsidentin und lanciert eine «Agenda für ein Bewegungsland Schweiz» mit 20 Forderungen
An der Mitgliederversammlung der Allianz Bewegung, Sport und Gesundheit vom 2. März 2026 wurde Ursula Wyss, ehemalige SP-Nationalrätin, zur neuen Präsidentin gewählt. Ausserdem fordert die Allianz bessere Rahmenbedingungen, um Bewegung und Sport für alle zu ermöglichen, und lanciert dazu eine «Agenda für ein Bewegungsland Schweiz». Sie verfolgt die Vision, dass sich alle Menschen genügend bewegen können und Bewegung selbstverständlicher Teil des Alltags ist. Um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen, hat die Allianz mit der «Agenda für ein Bewegungsland Schweiz» 20 Massnahmen formuliert.
Dass hierbei noch Handlungsbedarf besteht, zeigen die Zahlen: Fast ein Viertel der Bevölkerung in der Schweiz erfüllt die nationalen Bewegungsempfehlungen nicht und die Zahlen stagnieren. Dieser Bewegungsmangel verursacht erhebliches Leid und hohe Kosten: Jährlich gehen 1'621 Todesfälle direkt auf Bewegungsmangel zurück, die volkswirtschaftlichen Kosten belaufen sich auf 2.5 Milliarden Franken (davon 1.7 Mrd. direkte und 0.8 Mrd. indirekte Kosten).
Ein «Bundesamt für Sport und Bewegung» und drei zentrale Handlungsfelder für mehr Bewegung
Im Zentrum der Agenda steht die Erweiterung des heutigen Bundesamts für Sport (BASPO) zu einem Bundesamt für Sport und Bewegung, das die Zuständigkeiten bündelt und die Koordination zwischen den relevanten Politikbereichen Sport, Gesundheit, Bildung, Raumplanung, Mobilität und Umwelt sicherstellt. Damit soll der Stellenwert von Bewegung als grundlegendem Bestandteil der Gesundheitsförderung, sozialen Teilhabe und Lebensqualität der Bevölkerung gestärkt und auf nationaler Ebene klar zugeordnet und verankert werden. Denn für die Allianz ist klar: Es braucht ein nachhaltiges politisches Bekenntnis zu Bewegung und Sport als gesamtgesellschaftlichem Auftrag.
Die Agenda mit ihren Forderungen ist in drei miteinander verknüpfte Handlungsfelder unterteilt:
Breitensport für alle: Das BASPO soll ein «Kompetenzzentrum für Sport und Bewegung für alle» im Rahmen seiner Strategie Bewegungs- und Sportförderung 2040 aufbauen.

Bewegungsfreundliches Umfeld: Die Thematik «bewegungsfreundliches Umfeld» soll im Raumkonzept des Bundes und in der Verkehrsplanung stärker verankert werden und der Velo- und Fussverkehr bei verkehrspolitischen Entscheiden oberste Priorität erhalten.
Früh bewegt: Bestehende Strukturen und Angebote sollen genutzt werden, um Familien und Eltern für frühkindliche Bewegung zu sensibilisieren. Zudem soll das Pensum im Fach Bewegung und Sport während der obligatorischen Schulzeit von drei auf fünf Lektionen erhöht werden.
Als Vorstandmitglied bei der Allianz hat David Moser aktiv an der Erarbeitung der Agenda mitgearbeitet und auch die Anliegen der generationenverbindenden Bewegungsförderung eingebracht.